Du möchtest wissen was passiert, wenn du die verkehrspsychologische Untersuchung (VPU) nicht bestanden hast? Wie lange diese dauert? Oder wie der Ablauf der (VPU) ist?
Hier habe ich die häufigsten Fragen rund um die VPU für dich zusammengestellt. Alle weiteren Fragen die hier für dich noch nicht beantwortet werden, kannst du gerne im Forum diskutieren.
Leider bin ich selbst wie schon in der Vorstellung meines Blogs erwähnt, beim ersten mal am „Idioten-Test“ gescheitert. Sehr zu meinem Ärger.
Erst danach, habe ich mich intensiver mit dem Thema VPU beschäftigen müssen.
Auch wusste ich damals nicht, dass es überhaupt Programme zur Vorbereitung gibt. (leider €) Wenn du bis hierher gelesen hast, bist du schon einen großen Schritt weiter.
Wann muss ich eine Verkehrspsychologische Untersuchung machen?
Wenn du mehr als 1,6 Promille am Steuer hattest bzw. wenn du den Alko-Test verweigerst wird dir nicht nur die Lenkberechtigung entzogen, auch musst du eine Geldstrafe bezahlen und an einer verkehrspsychologischen Untersuchung, einer amtsärztlichen Untersuchung sowie an einer Nachschulung teilnehmen.
Was erwartet mich bei einer VPU?
Die VPU setzt sich aus einem Praxisteil, welche eine Testung auf einem speziell dafür vorgesehen Testcomputer beinhaltet, und einem Gespräch mit einem Verkehrspsychologen zusammen. Ziel der Untersuchung ist es, festzustellen, ob du, die Fähigkeit für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr mitbringst.
Wie lange VPU?
Die Dauer der gesamten Untersuchung beträgt circa drei bis vier Stunden.
Das Ergebnis der Untersuchung wird in einer verkehrspsychologischen Stellungnahme festgehalten.
Was passiert nach der VPU?
Nach der Untersuchung wird dein Ergebnis in einer verkehrspsychologischen Stellungnahme zusammengefasst und das Original an deine zuständige Führerscheinbehörde übermittelt. Das Gutachten gibt zum Beispiel Aufschluss über Reaktionsverhalten, Beobachtungsfähigkeit, oder über deine Persönlichkeitsmerkmale, die für das Verhalten beim Lenken eines Kfz aus der Sicht der Psychologen-Fuzzis notwendig sind.
Die zuständige Führerscheinbehörde bzw. der Amtsarzt entscheiden daraufhin, welche weiteren Schritte auf dem Weg zurück zum deinem Führerschein notwendig sind oder auch nicht.
Grundsätzlich handelt es sich bei der verkehrspsychologischen Stellungnahme um eine „Empfehlung“ der zur Untersuchung ermächtigten Stelle – wie z. B. der KFV Sicherheit, an deine jeweilige Behörde.
Diese soll bei der Entscheidung helfen, ob du den Führerschein zurückerhalten sollst oder nicht, unterstützen.
Sobald die Stellungnahme bei deiner Behörde eingelangt ist, nimmt der Amtsarzt Einsicht in die Ergebnisse der Untersuchung und legt die weitere Vorgehensweise fest.
Was passiert nach positiver VPU?
Fällt deine verkehrspsychologische Untersuchung positiv aus, erhältst du deinen Führerschein zurück, sobald die Führerschein-Entzugszeit abgelaufen ist. In diesem Fall sind keine weiteren Schritte vorgesehen.
Was passiert bei negativer Verkehrspsychologischer Stellungnahme?
Eine negative Beurteilung in der verkehrspsychologischen Stellungnahme ist kein Grund zur Verzweiflung.
Ich war damals also im Jahr 2012, komplett am Boden zerstört.
Das aus der Untersuchung resultierende Ergebnis trägt zwar einen wesentlichen Beitrag zur Entscheidung der Behörde bei, die finale Einschätzung, welche weiteren Schritte notwendig sind, obliegt jedoch immer dem zuständigen Amtsarzt.
So kann es zum Beispiel sein, dass sich der Amtsarzt trotz deines negativen Gutachtens sich für die erneute Ausstellung deines Führerscheins entscheidet, ohne dass von deiner Seite aus weitere Maßnahmen absolviert werden müssen. Ist dies der Fall, erhältst du nach Ablauf der verordneten Führerscheinentzugszeit deine Lenkberechtigung wieder zurück.
Leider weiß ich, dass in 99% der Fälle der Amtsarzt so entscheidet, wie die Hobby Psychologen es im Gutachten empfehlen.
Ich muss sagen, ich kenne fast keinen Fall wo sich der Amtsarzt gegen die Empfehlung entschieden hat (leider).
Ist deine aktuelle Stellungnahme negativ und vertritt auch der Amtsarzt die Meinung, dass du als Lenker keine Fähigkeit für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr mitbringst, findet in der Regel automatisch nach einem Jahr eine Wiederholung der verkehrspsychologischen Untersuchung statt wenn du dies Wünscht. (Achtung vor Ablauf Führerschein).
Dabei werden nochmals deine verkehrstauglichen Fähigkeiten überprüft. Es kann aber auch sein, dass der Amtsarzt die erneute Testung bereits zu einem früheren Zeitpunkt anordnet.
In jedem Fall ist für eine Wiederholung der verkehrspsychologischen Untersuchung die Zuweisung des Amtsarztes erforderlich um an eine positive Stellungnahme zu kommen.
Wie kann ich mich auf die VPU vorbereiten?
Das Test-Gerät ist mit Joysticks, Farbknöpfen und Pedalen ausgestattet und leicht zu bedienen, darüber hinaus kannst du vor der Untersuchung ausreichend üben. Prinzipiell sollte für die Untersuchung jedoch genügend Zeit eingeplant werden, damit du diese ohne Zeitdruck erledigen kannst.
Welche Programme sich für eine gute Vorbereitung eignen, findest du im Blog-Abschnitt Anbieter Check.
Infos
Du solltest Pünktlich am Tag der Untersuchung erscheinen und eine ausgeschlafene und ausgeruhte körperliche Verfassung haben.
Medikamente, welche deine Wahrnehmung beeinträchtigen (vor allem Beruhigungsmittel) solltest du keine einnehmen.
(Dies hätte einen großen Nachteil beispielsweise bei den Reaktionstests.)
Wenn du eine Brille benötigst, nimm Sie auf jeden Fall mit.
Trinke am Vorabend auf keinen Fall Alkohol (es kann sogar am Tag der Untersuchung, ein Alko-Test gemacht werden- ist dieser positiv, wäre das fatal).
Für weitere Fragen zur verkehrspsychologischen Untersuchung besuche doch gerne mein Forum.